Weitere Leistungen

Mehrbedarf gemäß § 21 SGB II

Mehrbedarfe, die nicht durch den Regelbedarf abgedeckt sind, können Bezieher von Arbeitslosengeld II und Bezieher von Sozialgeld erhalten. Hierbei sind die Voraussetzungen des § 21 SGB II zu beachten.

Mehrbedarf Weitere Hinweise/Erläuterungen
Schwangerschaft Für werdende Mütter ab der 13. Schwangerschaftswoche.
Alleinerziehung Für Alleinerziehende, abhängig von der Anzahl und dem Alter der Kinder.
Behinderung Für Menschen mit Behinderungen, die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach SGB IX beziehen.
Kostenaufwändige Ernährung Für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen eine bestimmte Diät einhalten müssen und dies durch eine ärztliche Bescheinigung nachweisen können.
Einmaliger besonderer Bedarf Soweit im Einzelfall ein unabweisbarer, laufender, nicht nur einmaliger besonderer Bedarf besteht z. B. Kosten für Umgangs- und Besuchsrechte.
Warmwasser Sofern Warmwasser nicht zentral aufbereitet und über die Heizkosten abgerechnet wird

 

Einmalige Leistungen gem. § 24 SGB II

Sie können über den Regelbedarf hinaus einmalige Leistungen in Form von Geld- oder Sachleistungen erhalten. Hierzu ist es erforderlich, dass Sie einen Antrag stellen.

Einmalige Leistungen im Überblick:

  • Erstausstattung der Wohnung einschließlich Haushaltsgeräten (bei erstmaliger Gründung eines eigenen Hausstandes!)
  • Erstausstattung für Bekleidung und Erstausstattung bei Schwangerschaft und Geburt 
  • Anschaffung und Reparatur orthopädischer Schuhe, Reparatur therapeutischer Geräte und Ausrüstungen, Miete von therapeutischen Geräten


Sozialversicherung

Der Bezug von Arbeitslosengeld II (nicht Sozialgeld) löst grundsätzlich Versicherungspflicht in der gesetzlichen Sozialversicherung aus.

Wer Arbeitslosengeld II bekommt, ist pflichtversichert in der Kranken- und Pflegeversicherung, falls keine Familienversicherung möglich ist. Besonderheiten bei Selbständigen sind hierbei zu beachten. Die pauschalierten Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung in der gesetzlich vorgesehenen Höhe zahlt allein das Jobcenter Märkischer Kreis als Teil Ihrer Leistungen.

Gesetzliche Krankenversicherung – Zusatzbeitrag Der Zusatzbeitrag wird in der Regel nicht mehr vom Jobcenter Märkischer Kreis getragen.
Gesetzliche Rentenversicherung

Bezieher von Arbeitslosengeld II sind in der gesetzlichen Rentenversicherung seit dem 01.01.2011 nicht mehr pflichtversichert. Künftig wird die Zeit des Bezugs von Arbeitslosengeld II unter bestimmten Voraussetzungen als Anrechnungszeit berücksichtigt. Aus der Anrechnungszeit wegen des Bezugs von Arbeitslosengeld II ergibt sich aber unmittelbar keine Erhöhung der Rente mehr.
Mit Beendigung der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung für Bezieher von Arbeitslosengeld II werden für die von der Versicherungspflicht befreiten Bezieher von Arbeitslosengeld II auch keine Beiträge mehr zur berufsständischen Versorgung, zu einer privaten Alterssicherung oder zur Alterssicherung der Landwirte gezahlt. Künftig wird auch für diesen Personenkreis die Zeit des Bezugs von Arbeitslosengeld II als Anrechnungszeit in der gesetzlichen Rentenversicherung berücksichtigt.

Befreiung von gesetzlicher Kranken-/Pflege-/ Rentenversicherung Bei Befreiung von der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung kann das Jobcenter unter bestimmten Voraussetzungen auch Beitragszahlungen an private und berufsständische Versicherungseinrichtungen übernehmen.
Keine Versicherungspflicht Wenn Arbeitslosengeld II als Darlehen gezahlt wird oder nur Leistungen für die Erstausstattung der Wohnung, für Bekleidung  sowie bei Schwangerschaft und Geburt oder Anschaffung und Reparatur orthopädischer Schuhe sowie Leistungen der Bildung und Teilhabe.
Unfallversicherungsschutz

Ein Unfallversicherungsschutz besteht für Sie im Rahmen der Meldepflicht, wenn Sie die für Sie zuständige Geschäftsstelle des Jobcenters Märkischer Kreis aufsuchen müssen.

 

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